Dec 12

Mit einem offenen Himmel gesegnet!

Seit Jahren wusste ich schon, dass Gott, der Vater, eine besondere Beziehung zwischen den Gläubigen aus den
Juden und denen aus den Heiden vorsieht. Die Bibelstellen aus Römer 9 – 11 lassen daran keinen Zweifel.

Als Gemeinde (Young and Free Church Holland) besuchten wir Israel regelmäßig mit Gruppen und wurden durch diese Reisen gesegnet. Aber wir wollten mehr! So beteten wir um gottgegebene Verbindungen und Beziehungen mit Leuten im Land und hofften, wir würden ein Segen sein dürfen.

Und im Jahr 2015 öffnete der Herr die Tür zu Pastor Avi in Tel Aviv. Von da an beteten wir für seine Gemeinde „Adonai Roi“ und unterstützen seitdem auch die Arbeit von Dugit, die den Ärmsten dort hilft und ebenso bedürftigen Juden, die neu ins Land kommen, mit Essen und dem Evangelium versorgt.

In der Mithilfe des Dienstes von Dugit sind wir selbst sehr gesegnet worden. Zu meinem großen Erstaunen geht dies buchstäblich über alles Bitten und Verstehen hinaus: Offene Türen, Versorgung, usw. Auch mein Verständnis über das Wort Gottes zum Thema „Dienst in der Endzeit“ wächst dadurch immer mehr. Ich bin in positivem Sinn ganz überwältigt über das, was ich hier sehen darf!

Und doch ist das alles gar nicht so merkwürdig: Der gemeinsame Weg und feste Zusammenhalt der beiden Frauen – Naomi und Ruth – von dem das Alte Testament erzählt, führte dazu, dass beide in großartiger Weise versorgt wurden! Dugit ist so wie diese kleinen Fischerboote, in denen die Jünger damals arbeiteten. Wir alle wissen, dass viel gefangen wurde, wenn Jesus mit im Boot war, sowohl Menschen als auch Fische zur Nahrung. Ich kann bezeugen: Jeschua ist eindeutig in diesem Dugit in den bewegten Wassern von Tel Aviv. Was immer wir in das Boot hineingeben, es kommt mehr zurück.

Ein anderes ermutigendes Bild: Als der Apostel Petrus die Vision bekam, die ihn dazu führte, den Heiden das Evangelium zu verkündigen, hatte er gerade Tabita von den Toten auferweckt. Auferstehungskraft war in eine messianisch-jüdische Frau geströmt, die mitfühlend und „reich an guten Taten und Almosen“ war. Für dieselbe Art von guten Taten war der Heide Kornelius, ein römischer Soldat, auch im Himmel bekannt. Dieses wie jenes schenkte dem Dienst einen offenen Himmel. (Apg. 9 – 11)

Nun, die guten Taten werden wieder ausgeübt durch den Dienst von Dugit, sowohl durch Juden als auch Heiden. Warum nicht auch einen offenen Himmel erwarten? Von Joppe ging das Evangelium hinaus in die Welt. Warum sollte es nicht auch dahin wieder zurückkommen? Das heutige Jaffa ist wie das Tor nach Tel Aviv.

Gut zu sehen, dass Kornelius und seine Familie im Heiligen Land waren, als sie dort – als erste Heiden – Gottes Geist empfingen. Mach dir keine Gedanken, wenn du selbst zu einer Reise nach Israel (noch) nicht die Gelegenheit hattest. Wenn all dies dein Herz berührt hat, könntest du vielleicht ganz konkret einmal so beginnen: Fange einfach an, dich mit deinen kleinen oder größeren finanziellen Möglichkeiten in diesen Dienst persönlich mit zu investieren. Warum? Damit du mit der ersten Lehre des Paulus über das Geben übereinstimmst:

Es hat ihnen nämlich wohlgefallen, auch sind sie (die Heiden) ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden sind, so sind sie verpflichtet, ihnen (den Juden) auch mit den irdischen Gütern zu dienen. (Röm. 15, 27)

Aber damit hört es nicht auf: Denn wo dein Schatz (hinfließt) ist, da wird auch dein Herz sein (nachfolgen).
Viel Segen!
Marcel Gaasenbeek
Hauptpastor der Gemeinde “Young and Free Holland”